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Schlendrian an mehreren Stellen hat laut einem Bericht des nordrhein-westfälischen Justizministeriums die Flucht eines 22-jährigen Häftlings aus der Justizvollzugsanstalt Heinsberg ermöglicht. Mai eingeklemmt unter einem Lieferwagen aus dem Gefängnis zu entkommen.An diesem Mittwoch arbeitet der Rechtsausschuss des Düsseldorfer Landtags den Vorfall auf.Sowohl im Arbeitsbetrieb der Haftanstalt, wo der Wagen vorgefahren war, als auch an der Gefängnispforte sei nicht ordnungsgemäß kontrolliert worden, bilanziert NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) in seinem Bericht.

Der Häftling, der wegen des Verdachts schwerer räuberischer Erpressung in mehreren Fällen in der JVA in Untersuchungshaft saß, hatte nach seiner Ergreifung vier Tage später berichtet, er habe die „Gunst der Stunde” genutzt.

Der Leiter des Metall- und Kunststoffbetriebs der JVA habe an dem Morgen angekündigt, dass die Gefangenen Ware von einem Lieferwagen entgegennehmen sollten.

„Der Gefangene gab an, dass er sich über diesen Hinweis innerlich gefreut habe, da ihm schon vorher bewusst gewesen sei, dass ein Lkw für ihn die einzige Möglichkeit darstellen könne, um unversehrt aus der Anstalt heraus zu kommen”, schildert der Justizminister in seiner Vorlage.

Als der Pritschenwagen vorfuhr, sei der Häftling kopfüber unter das Auto gesprungen und habe sich, eingeklemmt zwischen Stangen neben dem Ersatzrad, „nicht großartig festhalten müssen”.

Mehrere augenscheinliche Dienstpflichtverstöße hätten die „Trickentweichung” dann begünstigt: So habe der Werkbeamte seine acht Gefangenen bei dem Ladevorgang nicht ausreichend beaufsichtigt und zu spät auf Vollständigkeit gezählt.

Last modified 17-May-2015 09:41